Damit aus einem alten Kastenwagen ein gemütlicher Campervan wird, muss im ersten Schritt eine geeignete Wohnmobil Isolierung her. Seit einer geraumer Zeit scanne ich Foren, Facebook Gruppen und YouTube Videos. Je mehr man zu Wohnmobil Isolierung bzw. Wohnmobil Dämmung (allein die genaue Definition führt zur kontroversen Diskussionen) ließ, desto mehr unterschiedliche Meinungen und vermeintliche Wahrheiten lernt man kennen. Fakt ist: es geht bei Isolierungs-Vorhaben um folgendes:

  • Wohnmobil Isolierung damit die Hitze im Sommer draußen bleibt.
  • Wohnmobil Isolierung damit die Kälte im Hebst/Winter draußen bleibt.
  • Wohnmobil Dämmung damit Fahrgeräusche weniger stören.
  • Sowie generelle Dämmung gegen Geräusche von außen.

Neben diesen generellen Zielen gibt es bei der Isolierung einige Dinge zu berücksichtigen. Wenn du  noch am Anfang deiner Ausbaupläne stehst, wirf sonst auch gerne einen Blick auf den Beitrag zur Ausbau-Planung deines zukünftigen Vans.

Camper isolieren: Taupunkt und Rostvermeidung

Ein Stichwort welches im Kontext der Camper Isolierung häufig mit angesprochen wird ist der Taupunkt. Was es damit auf sich hat, versuche ich hier einmal näher zu erläutern. Zunächst aber diese kurze Definition:

„Der Taupunkt, auch die Taupunkttemperatur, ist diejenige Temperatur, die bei konstantem Druck unterschritten werden muss, damit sich Wasserdampf als Tau oder Nebel aus feuchter Luft abscheiden kann…“ (Quelle: Wikipedia.com)

Neben den bereits oben aufgeführten Punkten besitzt die Isolierung auch einen (großen) Einfluss auf das Thema Rost. Wird im Campingbus geschlafen (oder gekocht), wird eine Menge Feuchtigkeit an die Luft abgegeben. Pro Nacht und Person spricht man von rund einem 1/2 Liter Wasser.  Je nach Temperatur kann die Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen (je höher, desto mehr…). Wenn das Maximum erreicht ist, spricht man von einer (relativen) Luftfeuchtigkeit von 100%. Relativ, da die Absolute Menge ja je nach Temperatur unterschiedlich ist.

Wenn wärmere Luft (innen) mit der kühleren (nicht isolierten) Innenwand in Berührung kommt, schlägt sich diese als Tautropfen nieder. Die Feuchtigkeit kriecht in alle Ecken und begünstigt mittelfristig Rost im Innenraum des Campers. Aus diesem Grund wird die Isolierung im besten Fall direkt ohne Lücke auf das Innenblech geklebt. Ziel ist eine Art „fließender Übergang“ des Temperaturgefälles von Innen nach Außen. Im besten Fall schlägt sich dann nämlich (zumindest an den isolierten Wänden) gar keine Feuchtigkeit nieder.

 Wohnmobil Isolierung: Die Dos & Don’ts

Kastenwagen isolieren mit Glas- und Steinwolle: besser nicht!

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Bitte keine Glas- oder Steinwolle verarbeiten

Gleich in mehren YouTube Camper Van Videos wurde kratzige und darüber hinaus nicht gerade gesunde Glaswolle oder auch Steinwolle verarbeitet. Um gerade die kleinen Ecken und Hohlräume des Kastenwagens zu isolieren, werden Fetzen des Materials verwendet. Problem an der Sache: Die Wolle nimmt Feuchtigkeit auf. Früher oder später rieht es muffig und man hat in gewissermaßen nasse Schwämme im Blech verbaut. Abhilfe soll eine zusätzliche Dampfsperre (Folien) verschaffen. Doch bei dessen Verarbeitung muss auf besondere Sorgfalt geachtet werden. Es gilt damit nicht doch Lücken, Löcher oder feine Risse bei der Verarbeitung auftreten. Doch generell ist die Verarbeitung der extra Dampfsperre sowieso in Frage zu stellen, da man den Innenraum sowieso nicht 100% dicht bekommt.

Armaflex Isolierung: Nimmt keine Feuchtigkeit auf, lässt sich gut verarbeiten.

Als eine Art Geheimtipp hat sich die Kastenwagen und Camper Isolierung mit Armaflex Matten etabliert. Auf Rollen zu 3 (1/2 Karton) bzw. 6m Länge (ganzer Karton) gibt es die selbstklebenden Dämmmatten in unterschiedlichen Stärken (6 bis 32mm). Je nach Stelle an der die Isolierung angebracht werden soll, lässt sich das Material mit einer scharfen Schere oder einem Cutter Messer zurecht schneiden. Durch die unterschiedlichen Dicken der Armaflex Matten kann z.B. für die Isolierung der Holme und unebenen Flächen dünneres Material verwendet werden.

Alubutyl für weniger Scheppern

Zur verbesserten Schalldämmung hat sich auch ein zweites Produkt großer Beliebtheit erfreut: Alubutyl. Ähnlich wie beim Armaflex handelt es ich um gerollte Matten, die eine selbstklebende Rückseite besitzen. Dies vereinfacht die Verarbeitung enorm. Mit einem Cutter können die benötigten Flächen recht einfach zugeschnitten werden. Wichtig: es werden nicht große Flächen, sondern nur „kleinere Tafeln“ verarbeitet. Um diese Tafeln die etwa ein 1/4 der gesamten Fläche eines Wandelements einnehmen, bleibt so noch genügen Raum. Dieser wird benötigt damit dort das darüber verarbeitete Armaflex gut mit der Wand verklebt werden kann.

Bei der Verarbeitung muss man etwas aufpassen. Die Aluschicht ist an den Rändern recht scharf. Man kann sich beim Anbringen recht leicht verletzten. Nach dem die Maße für das nächste Stück bestimmt sind, lassen sich die Tafeln recht gut mit dem Cutter-Messer zurecht schneiden. Ein Geheimtipp für das Anbringen ist der Roller aus dem Baumarkt, der für Tapeten gedacht ist. Mit ihm kann das Alubutyl sehr gut angebracht und festgerollt werden. Um die Verarbeitung noch zu erleichtern habe ich einen Fön mit im Bus gehabt. Jede Tafel habe ich kurz ganz leicht erwärmt, so lassen sie sich gleich viel besser anbringen.

Kastenwagen isolieren leicht gemacht

Wenn du (wie ich) einen Kasten dein Eigen nennst, wirst du vor ähnlichen Herausforderungen wie ich stehen. Große Blechflächen sowie verwinkelte Ecken und Nischen des Kastenwagens müssen Isoliert werden. Ziel ist es, alle freien Blechflächen mit dem Isolationsmaterial zu bedecken. So wird die Sache mit der bereits angesprochenen Taupunktproblematik angegangen. Mit etwas Geschick ist die Kastenwagen Isolierung jedoch gar nicht so schwierig. Am einfachsten geht es, in dem man das schon angesprochene selbstklebende Armaflex verwendet. Man schneidet einfach große Flächen mit der noch nicht abgezogenen Schutzfolie zurecht. Diese lassen sich recht einfach anpassen. Auch Rundungen können gut geschnitten werden. Schwieriger ist die Kastenwagen Isolierung über all dort, wo Holme und Verstrebungen auftauchen.

Tipp: hier kann gut mit deutlich kleineren Armaflex Teilabschnitten gearbeitet werden. Kleinere Stücke lassen sich an schwierigen Stellen meist besser verarbeiten. Stellen an denen das Armaflex Stoß auf Stoß gelegt wurde, kann später mit 2-3mm dünnem gut 5cm breitem Armaflex Band versiegelt werden. Auf diese Weise lassen sich auch schwierige Abschnitte im Ganzen gut isolieren.

X-trem Isolator Wohnmobil Isolierung 

Bei der Isolierung des Wohnmobils bzw. des Kastenwagens stößt man recht schnell auch auf den Begriff x-trem Isolator. Doch was ist daran x-trem und warum ist dieses Material so gut für die Isolierung geeignet? Am einfachsten lässt sich der x-trem Isolator mit einer Camping-Isomatte vergleichen. Nicht die einfachen bunten die man auch gelegentlich beim Discounter um die Ecke bekommt, sondern die (meist schwarzen) dickeren aus einem recht weichen Schaummaterial. In der Schaumstruktur liegt das Geheimnis: Es ist geschlossenporig, geschmeidig und lässt sich z.B. mit einem scharfen Teppichmesser sehr gut verarbeiten. Durch die geschlossenporige Struktur kann keine Feuchtigkeit eindringen, was der besondere Vorteil gegenüber anderen Isolatoren ist. Den x-trem Isolator gibt es sowohl als selbstklebende Variante, als auch ohne Kleboberfläche. Im letzteren Fall muss ein separater Kleber für die Montage verwendet werden.

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