Bevor der Wohnmobil Ausbau gestartet werden kann muss das geeignete Basisfahrzeug her. Welche Modelle hier in Frage kommen bzw. warum ich mich für einen Sprinter entschieden habe, kannst du in einem separaten Beitrag lesen. Kommen wir aber zu den Fragen die sich jeder vor- oder zumindest zu Beginn seines Wohnmobil Selbstausbaus beantworten sollte.

Wohnmobil Ausbau: Generelle Überlegungen

Bevor es an die Details geht, gilt es gewisse Basisfragen zu beantworten. Stehen im Camper ja oder nein? Diese elementare Frage bedingt die Auswahl des Basisfahrzeugs elementar. Für mich war von Anfang an klar: ich möchte im Bus stehen könne. Aus diesem Grund habe ich von Anfang an nach Hochdach-Kombis Ausschau gehalten. Generell wird je nach Gusto wird auf ein Thema mehr oder weniger Fokus gelegt. Ich z.B. koche gern und plane daher mehr Raum für Küche uns dafür benötige Staufächer mit ein. 

Um nur einige Ausbau-Themen zu nennen:

Eine Reihe von grundlegenden Themenbereichen, welche in der Planung zum eigenen Camper Van bedacht werden sollten habe ich hier nun aufgeführt. Sicher gibt es noch viele weitere. Schreib mir gerne einen Kommentar, welche Themen dir bei der Planung wichtig sind, die auf jeden Fall bedacht werden sollten.

Wohnmobil Sitzplätze nachrüsten?

Wer mit dem Kastenwagen Ausbau beginnt, muss ggf. für das zukünftige DIY-Wohnmobil weitere Sitzplätze nachrüsten. Mein Sprinter habe ich z.B. als Sonder-Kfz. mit nur zwei eingetragenen Sitzen gekauft. Um aber auch mal zu dritt verreisen zu können, benötige ich weiter Wohnmobil Sitzplätze. Um hier auf Nummer sicher zu gehen, habe ich mich an meinen regionalen TÜV gewandt, um genau zu erfragen wie ich weitere Sitze eintragen lassen kann.

Den Informationen von unterschiedlichen „TÜV-Kontakten“ nach, gibt es unterschiedliche Aussagen zum Thema. Von „geht gar nicht“ bis „gar kein Problem“ ließt man im Zusammenhang von zusätzlichen Sitzen unterschiedliches. Worauf der TÜV in jedem Fall achtet, ist die fachmännische Arbeitsweise. Die Verschraubung der zusätzlichen Sitzen muss mit soliden Bolzen durch den Fahrzeugboden erfolgen. Ratsam bzw. erforderlich sind hier jeweils Eisenplatten mit 10cm x 10cm Größe die zum Gegenkontern unter dem Fahrzeugboden verarbeitet werden. 

Um jedoch auf Nummer sicher zu gehen, ist auf jeden Fall die Meinung des örtlichen TÜVs einzuholen. Nur so lässt sich eine unangenehme Überraschung vermeiden.

Wohnmobil Ausbau Planung: Methoden und Werkzeuge

Wie man am Ende von der bloßen Idee zur tatsächlichen Umsetzung gelangt, ist wie so vieles Geschmackssache. Der eine Plant seinen Camper Innenausbau millimetergenau von vorne bis hinten durch, der andere dagegen fängt einfach an und entwickelt beim Bauen den finalen Plan. Ich selbst gehöre klar zu zweiten Kategorie. Sicherlich kommt hier die Tatsache zum tragen, ob es der erste oder zweite Ausbau ist. Wer das zweite oder x-Mal einen Kastenwagen zum Wohnmobil umbaut wird sicher bereits mehr Erfahrung haben, was wirklich wichtig ist und was nicht. Diese Erfahrungen und ganz persönlichen Bedürfnisse sind beim ersten Campervan Selbstausbau einfach noch nicht klar. Erst mit der Zeit kristallisiert sich heraus was wirklich wichtig ist und was nicht.

Ausbau Planung mit Zettel und Stift

Der wohl pragmatischste Weg ist das einfache Zeichnen des zukünftigen Camper Innenausbaus. Für den Anfang reicht es ganz grob. Wohin kommt das Bett, wohin die Küche und wo entsteht Stauraum. Wenn das generelle Grobkonzept des zukünftigen Campers steht, kann man sich den weiteren Details zuwenden. Idealerweise kann man sich dabei schon direkt in den zukünftigen Campervan hinein setzen. So kann man die räumlichen Maße gut auf sich wirken lassen.

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Skizze für den Aufbau eines Betts zum hoch klappen.

Für den Start kann mit einfachen Skizzen beginnen. Genaue Zentimeterangaben können zunächst ignoriert werden. Hat sich eine grobe Wohnmobil-Planung ergeben, kann man im zweiten Schritt einen Zollstock zur Hand nehmen und die Ausbauüberlegungen etwas konkretisieren. Schrittweise wird das Konzept verfeinert und der finale Ausbau konkretisiert.

Wohnmobil Ausbau Planung mit LEGO 😉

Was auf den ersten Blick wie Spielerei wirkt ist vielleicht gar nicht so falsch. Entweder mit direktem Maßstab und möglichst genau übertragenen Maßen oder auch erst mal nur fürs Auge kann die Planung des Camper Vans auch ganz spielerisch erfolgen. Schnell ist ein kleines dreidimensionales Modell gebaut in welchem man zumindest eine Stellprobe für die unterschiedlichen Einbauelemente vornehmen kann. Als Alternative zu LEGO könnten auch Holzbauklötze, aus Pappe/Papier gebastelte Einrichtungsgegenstände verwendet werden. Auf diese Weise lässt sich gerade die Anordnung der Wohnmobil-Möbel deutlich besser visualisieren.

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Camper Van Planung mit LEGO 😉

Wohnmobil Ausbau Planung einem CAD bzw. 3D Software

Darf es etwas digitaler sein? Mal ganz unabhängig von der Wahl der verwendeten Software ist der PC als Planungswerkzeug ein mächtiges Tool. Es kann mit groben Maßen zur schnellen Visualisierung der Ideen gearbeitet werden. Alternativ ist je nach Programm eine millimetergenaue Planung möglich. Wenn es richtig angestellt wird, entsteht auf diesem Weg direkt der Bauplan für die im nächsten Schritt benötigten Bauelemente. Auf welche Software man für die Wohnmobil Planung zurück greift ist Geschmackssache. Die Bandbreite reicht von kostenlosen Programmen bis hin zu teuren CAD Anwendungen. 

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Jetzt kann der virtuelle Camper Van Ausbau beginnen.

Nachdem ich mich eine ganze Weile mit dem SketchUp abgemüht habe, konnte ich den ersten Blick auf mein Modell werfen. Immerhin erinnert es etwas an einen Sprinter Kastenwagen 😉 Wer sich die Arbeit etwas leichter machen will, plant einfach nur den Einbau selbst und lässt den Bus „drum herum“ einfach weg. Oder, man greift auf den „Marktplatz“ aka „3D Warehouse“ zurück. Dort kann einfach über ein Suchfeld nach Begriffen gesucht werden. So findet sich schnell eine genaue Vorlage für unterschiedliche Busse.

Wie sehr die Wohnmobil Planung mit Hilfe einer Software ins Detail geht, muss jeder für sich überlegen. Ähnlich wie bei der Methode mit Zettel und Stift kann die softwaregestützte Planung zur groben Orientierung dienen, oder auch die genaue Grundlage für die exakte Umsetzung später sein. Großer Vorteil der Wohnmobil Planung via Software ist die Möglichkeit direkt mit Farben sowie Oberflächentexturen arbeiten zu können. Anders als bei der bloßen Zeichnung entsteht so direkt ein Eindruck wie die Zusammenstellung von unterschiedlichen Farben und Materialien wirkt. 

Wohnmobil Ausbau Planung durch kreative Visualisierung

Einfach in den Van setzen und in gedanklich Einrichten ist auch eine Möglichkeit zur Planung. Klar benötigt es für die Umsetzung dann noch eine korrekte Planung sowie genaue Maße. Schließlich soll der zunächst kreativ geplante Camper Innenausbau später auch passen. Bis es jedoch soweit ist, ist es ratsam am besten mit einem Zollstock bewaffnet direkt am „lebenden Objekt“ zu überlegen. Wie schon angedeutet ist dies meine bevorzugte Vorgehensweise. Schritt für Schritt setze ich Bauabschnitt für Bauabschnitt um. Von dem Resultat ausgehend plane ich die nächsten Ausbauschritte. Vorteil dieser Arbeitsweise: Man kann direkt loslegen. Es muss nicht erst ein finaler Plan vorhanden sein ehe man beginnen kann. Dynamisch wächst das Bauprojekt. Jeder fertig gestellter Abschnitt bildet die Grundlage für folgende. 

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Wohnmobilausbau-Planung: Immer wieder messen und überlegen

Wie planst deinen Wohnmobil Ausbau / hast ihn geplant?

Wie du siehst, sind die Herangehensweisen ganz unterschiedlich. Bekanntlich führen ja viele Wege nach Rom. Ich für meinen Teil stecke noch mitten in der Umsetzung meines Wohnmobil Ausbaus und werde diesen Beitrag sukzessiv zum Thema Planung und der zu berücksichtigenden Themen erweitern. Wie sieht es bei dir aus? Wie gehst du deinen Camper Van Ausbau an?

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