Mini Wohnmobil: Der Minicamper als günstige Alternative

Darf es auch ein Mini Wohnmobil sein? Für Hobbybastler ist der Ausbau des eigenen Busses ein Traumprojekt. Es muss jedoch nicht immer gleich ein Bus sein, auch aus den unterschiedlichen Minivans lassen sich mit etwas Kreativität tolle Minicamper ausbauen.

Beliebte Minicamper Modelle

Wer sich näher mit dem Thema auseinander setzt, trifft immer mal wieder auf die üblichen Verdächtigen. Ein paar Namen von beliebten Minicampern möchte ich dir hier einmal vorstellen.

Der Dacia Dokker als Minicamper

dacia dokker minicamper

Der Dacia Dokker ist alleine schon wegen seines geringen Anschaffungspreises eine beliebte Minicamper Basis. Je nach Variante und Ausstattung kostet ein neuer Dokker nur zwischen rund 9.000 und 14.000 EUR. Mit DIY Ausbauelementen lässt sich der Hochdachkombi recht schnell zum günstigen DIY Camper umbauen.

Mercedes A-Klasse Minicamper

Noch bevor ich mir selbst einen Sprinter gekauft habe, musste unsere A-Klasse für den Ausbau herhalten. In der A-Klasse (Typ A170, Bj. 2003) steht theoretisch eine Liegefläche von rund 1,3 x 2,2 m zur Verfügung. Der gesamte Innenraum des Minicampers ist auf diese Weise zwar verbaut, doch wer kann sonst schon relativ bequem mit zwei Personen in seinem PKW nächtigen. Wie ich den Ausbau angegangen bin kannst du weiter unten lesen bzw. in dem Video anschauen. 

Mini Camper kaufen oder selbst ausbauen?

Wer gerne selbst Mini Wohnmobil sein Eigen nennen möchte hat zwei Möglichkeiten. Unabhängig ob man ein Neu- oder Gebrauchtfahrzeug als Basis nutzt, kann man sich zwischen fertigen Bausätzen und Camper-Elementen sowie dem Selbstbau entscheiden. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

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KaufenSelbstausbauen
Pro: Schnell nutzbar. Passendes Modell wählen, einbauen fertigPro: Bessere Möglichkeiten zur Individualisierung
Pro: Meist modular und leicht entnehmbarPro: Meist günstiger durch Eigenbau
Contra: Meist recht teuerContra: Handwerkliches Geschick und Werkzeug wird benötigt
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Der DIY Mini-Camper Van Umbau

Um die angestrebte Bettfläche nutzen zu können, muss eine flache Ebene über den Sitzen geschaffen werden. Nimmt man die Höhe der umgeklappten Rücksitzbank als Ausgangspunkt, ergibt die eine erforderliche Erhöhung von rund 28cm. Mit Stütz-Modulen Marke Eigenbau lassen sich recht einfach die benötigten Ablageflächen für die in dem Bauprojekt verwendeten OSB-Platten schaffen.

Die gesamte Konstruktion des Mini Campers besteht neben der Platte für den Kofferraum aus vier weiteren. Zwei decken die Rückbank, zwei weitere den Beifahrer- und Fahrersitz ab. Für den Aufbau werden einfach zwei Holzquadrate in den Fußraum unter Steuerrad und vor den Beifahrersitz gestellt. Damit nun eine Liegefläche im Mini Camper entstehen kann, muss eine Sonderkonstruktion der Sitzbänke her. Dazu werden noch die Rückbänke nach vorne umgeklappt und die vorderen Sitze soweit es geht nach vorne geschoben und die Lehnen herunter gedreht. Auf diese Weise entsteht dann die Fläche die mit Hilfe der ergänzenden Stützen die Grundlage für die darauf liegende Platten bildet.mini-camper-mercedes-a-klasse

Meinen Ausbau – bzw. zumindest den Anfang davon – habe ich mit der Kamera begleitet. Hier ist das kleine Video in dem ich die ersten Bauabschnitte sowie die Funktionsweise der Liegefläche im Auto vorstelle.

 

Mini Camper: Wie geht es weiter

Wie in dem Video zu sehen sind die ersten Bauabschnitte abgeschlossen. Das Grundgerüst steht und die Platten lassen sich wie geplant aufbauen. Im nächsten Schritt werden noch Scharniere ergänzt um die Platten modular ausklappen zu können. Noch nicht ganz sicher ist die Umsetzung der Matratze: Aufgerollt oder ggf. analog den Platten in Stücke zerteilt.

Tipp: Alles was du für den Ausbau sowie die Ausstattung deines Campervans benötigst, findest du übrigens im CamperClan Shop.

Update Herbst 2017: Juchu, ich kann es noch kaum glauben: Ich kaufe einen Bus! Ein etwas in die Jahre gekommener Sprinter Bj. 98. Meine ersten Überlegungen zum Thema Wohnmobil Ausbau habe ich schon mal in einem extra Beitrag zusammen getragen. Schritt für Schritt wird mein „Hugo“ (so habe ich meinen Kastenwagen getauft) jetzt ausgebaut. Neben Beiträgen zu diversen Teil-Abschnitten fasse ich den Gesamtüberblick in meiner „Campervan-Ausbau-Chronologie“ zusammen. Viel Spaß beim Stöbern!

Arne

Arne ist Tüftler und Tausendsassa. Egal ob in Entrepreneur- und Digitalthemen, Sport & Ernährung, dem eigenen Campervan-Ausbau oder auch in Finanz und Investitionsthemen ist er aktiv und immer auf der Suche nach Input und der Möglichkeit neue Dinge zu lernen.

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Nils - 1. Dezember 2016

Hallo Arne,
Dein A-klassencamperumbau hat mich zum Nachbau inspiriert. Hast du das Projekt weiter voran gebracht? Folgt noch ein weiteres Video oder howto?
Mich würden zum Beispiel die Maße der großen Platten interessieren.
Zum Sommer hoffe ich meine A-klasse auch gewandelt zu haben.

Gruß Nils

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    Arne - 2. Dezember 2016

    Moin Nils,
    cool das hört sich gut an! 🙂 Aktuell habe ich noch nicht weiter gebaut. Nächste Schritte sind aber folgende: Beziehen der Platten mit robustem Stoff/Nylon/Filz sowie Anbringen von Scharnieren etc. Dazu gibt es dann auf jeden Fall weitere Details/ein Video. Die Daten und Maße werde ich bis dahin mal oben im Beitrag ergänzen.
    VG Arne
    PS Wenn es was zum zeigen gibt, ergänze ich gerne mal ein Foto als Inspiration wie du den Umbau umgesetzt hast.

    Reply
Andreas - 4. November 2017

Hey Arne. Da du bereits umgeschwenkt hast auf einem Wohnmobil würden mir die Maße auch noch interessieren bei der A klasse wenn du die noch hast. Wollte meine auch zum Camper ein wenig umbauen und im Kofferraum auch Gaskocher und „Waschbecken“ verbauen… Hast du die Rücksitze ganz hinten gelassen oder ganz vorne. Weil ich dann natürlich mehr Platz habe im Kofferraum

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    Arne - 9. November 2017

    Hey Andreas, also in der A-Klasse hatte ich alle Sitze drinnen gelassen. Für den Umbau zum Bett habe ich nur die Lehnen umgeklappt. Die Bretter lagen dann auf Stützten sowie den umgeklappten Sitzen. VG Arne

    Reply
Stefanie - 10. August 2018

Hey Arne,

zum Thema A-Klasse Umbau. Weißt Du, ob das nur für ein bestimmtes Modell geht?
Teilst Du deine Umbau-Daten?
Ich muss mir das Auto noch zulegen 😉

Danke vorab und liebe Grüße
Steffi

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Anna - 9. Oktober 2018

Hallo Arne, ich fahre auch einen Mercedes A Klasse 150 Elegance, also die etwas größere Ausführung. Ich habe hin- und hergekurbelt, aber die Vordersitze bekomme ich trotzdem nicht in eine flache Position, ganz egal in welche Lage ich die bewegliche Hinterbank bringe.
Hast du die Sitze ausgetauscht? Für mich alleine würde es ja schon ausreichen, wenn die Liegefläche nur über den halben Innenraum geht, da ich nur 166 cm groß und schlank bin. Ausbau des Beifahrersitz geht wegen der Airbagfunktion nicht.
Liebe Grüße, Anna

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