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Kochen im Wohnmobil: Willkommen in der Campingküche

Eines der wichtigsten Fragen in Sachen Camping ist, wie man leckere Malzeiten möglichst praktisch zubereitet und lagern kann. Dieser Blogbeitrag gibt dir nützliche Tipps und Tricks worauf du beim kulinarischen Genuss im Camper Van achten solltest.

Nur zwei Herdplatten im Wohnmobil

Zu allererst muss bedacht werden, dass meist nur zwei – manchmal auch nur eine – Herdplatten zur Verfügung stehen. Das heißt kein Ofen, kein Wasserkocher, kein Mixer oder Mikrowelle.  Beim kochen der Camping Rezepte gilt es also auf die Anzahl der unterschiedlichen Bestandteile des Menüs zu achten. Ggf. müssen Arbeitsschritte nacheinander ausgeführt werden, damit man mit den begrenzten Kochflächen zurecht kommt. Auch der Stauraum in einem Wohnmobil ist begrenzt vorhanden und es sollte schlau eingekauft und gelagert werden.

Ausstattung der Wohnmobil Küche

Die Utensilien sind natürlich das A&O für die Campingküche, fangen wir also mit ihnen an. Mein absoluter Tipp ist, sich einen Wok zuzulegen. Denn dieser kann als Topf und als Pfanne benutzt werden. Somit spart man Platz und ebenfalls passt in den Wok vieles hinein, so dass man ggf. auch Mahlzeiten für den Abend oder den nächsten Tag vorbereiten kann. Plant man lange Wandertage so ist das Vorkochen einiger Mahlzeiten sehr praktisch. Ansonsten sollte man einen Topf und eine Pfanne dabeihaben. Diese gibt es in Campingläden bereits mit klappbaren Stiel, welche dadurch sehr platzsparend sind. Achtet darauf, dass die Pfanne oder auch der Wok möglichst Teflon beschichtet ist, um nerviges anbrennen zu vermeiden, da meistens kein fließend heißes Wasser zur Verfügung steht und es somit das Abwaschen erschwert.
Teller, Schüsseln, Gläser und Tassen dürfen natürlich auch nicht fehlen und sollten möglichst aus Metall bestehen, da dieses Material leicht ist und nicht kaputtgehen kann. Am besten habt ihr das Geschirr passend nach der Anzahl der Menschen, welche reisen dabei, nicht mehr da es unnötiger Platzverbrauch ist.
Ganz wichtig ist ein kleines und ein großes scharfes Schneidemesser plus ein Schneidebrett. Wer denkt das Brett nimmt zu viel Platz weg und schneiden kann man auch auf Tellern- macht es lieber nicht, es verursacht eine Sauerei und ist eine nervige Angelegenheit. Das Schneidebrett hat seinen Platz im Van verdient. Und wie sollte man essen ohne Messer, Gabel und Löffel. Um Platz zu sparen gibt es in bestimmten Campingläden Besteck, welches alles drei in einem hat. So hat man praktisch Messer, Gabel und Löffel an einem Strang. Dieses Besteck eignet sich sehr gut für lange Wanderungen oder Tagestrips ohne das Auto, da es leicht im Rucksack zu verstauen ist. Ansonsten sollte man auch beim Besteck darauf achten, dass es ein leichtes Metall und kein schweres ist. Um Platz zu sparen, kann das Besteck mit einem Gummiband zusammengebunden werden und in Boxen oder Schubladen (je nachdem wie der Van ausgestattet ist) aufbewahrt werden. Dann sollte man einen Pfannenwender und ggf. einen Rührlöffel dabeihaben. Dazu eignen sich Utensilien aus Holz sehr gut, da sie leicht sind und schwer kaputtgehen können.

Nützliche Helfer in der Wohnmobil Küche

Drei weitere wichtige Materialien sind der Dosenöffner, der Flaschenöffner und die Schere. All das gibt es schon in sehr kleinen und praktischen Ausgaben zu kaufen. Und bitte nicht vergessen: Das Feuerzeug! Ist dieses nicht am Start kann das Kochen manchmal schwierig werden, da ein Gasherd meist einen kleinen Anzünder braucht.

Der Abwasch in der Wohnmobil Küche

Nach dem Kochen sollte das dreckige Geschirr natürlich abgewaschen werden. Um möglichst wenig kostbares Wasser zu benutzen kann man ganz einfach seinen Kochtopf nehmen, etwas Wasser mit Spülmittel darin aufheizen und diesen so gesehen als Waschbecken benutzen. Am besten besorgt man sich Schwämme zum abwaschen, da diese leichter zu verstauen und zu säubern sind als Bürsten. Zwei bis drei Geschirrhandtücher dürfen im Bestand auch nicht fehlen. Und sollte es bereits spät am Abend sein und es ist zu dunkel um sich noch um den Abwasch zu kümmern, so kann man das dreckige Geschirr einfach in eine Plastiktüte rollen, einen Knoten hineinmachen (der Tiere Willen) und unter das Auto legen. Natürlich sollte dies dann am nächsten Tag nicht vergessen werden 😉
Übernachtet man allerdings auf einem Campingplatz, so gibt es dort meist eine Küche, welche man zum Kochen und Abwaschen nutzen kann.

Eine riesengroße Hilfe um Essen zu lagern sind Zipper Tüten. Hier kann man Pasta, Reis, Gewürze, Gemüsereste und vieles mehr drin aufbewahren, ohne das Geruch hinauskommt. Diese nehmen wesentlich weniger Platz weg als Tupperdosen und man spart sich das ständige abwaschen. Auch Gerichte müssen nicht zwangsläufig in Dosen aufbewahrt werden. Besorgt man sich Zipper Beutel in guter Qualität so kann man sogar fertiges Essen und Suppen in diesen Beuteln aufbewahren und spart sich jede Menge Platz.
Ebenfalls sollte nie vergessen werden, eine Rolle Mülltüten dabei zu haben. Denn es sind nicht überall Mülltonnen vorhanden.
Auch Aluminiumfolie sollte im Van parat liegen. Diese kann sehr nützlich werden um z.B. Gemüsereste oder Sandwiches einzuwickeln. Ist man auf langer Wanderung und hat sein Besteck bzw. Geschirr dabei, sollte auch da Aluminiumfolie mitgenommen werden um das gebrauchte
Geschirr darin einzuwickeln damit der Rucksack nicht dreckig wird.

Da man sich nach dem Essen auch gerne die Hände wäscht, Wasser jedoch gespart werden sollte, eignen sich perfekt feuchte Tücher. Diese sind einfach zu verstauen, leicht und halten eine gefühlte Ewigkeit. Diese kann man in jedem Supermarkt kaufen und als perfekter Stauraum eignet sich das Handschuhfach.

Wer sein Essen gerne genießt und gemütliche Abende verbringen möchte, der sollte auf einen klappbaren Campingtisch und Faltstühle nicht verzichten. Diese sind heutzutage schon so konzipiert, dass sie kaum Platz wegnehmen und gut zu verstauen sind. Denn sollte man an Orte gelangen an denen es keine öffentlichen Sitzgelegenheiten gibt oder man einfach seine Ruhe vor vielen Menschen haben möchte, so kann man einfach sein eigenes kleines „Tischlein deck dich“ aufbauen, wo immer man gerade möchte.

All diese Materialien bekommt man in speziellen Campingläden, oder man kauft es sich einfach gebraucht.

Und ein kleiner Tipp zwischendrin: Nicht vergessen regelmäßig den Füllstand von Gas und Wasser zu kontrollieren. Denn ist man in der Wildnis ohne fließend Wasser oder Gas, könnte es mit dem Kochen ziemlich schwierig werden.

Bevor wir zu den Tipps für Lebensmittel kommen, hier noch eine Alternative zum Gaskocher: Das Lagerfeuer. Bevor man ein Lagerfeuer macht, sollte man natürlich zu 100% sichergehen, dass es in der entsprechenden Gegend auch erlaubt ist. Dazu immer auf die Schilder achten denn ansonsten kann es nicht nur hohe Strafen geben, man kann tatsächlich auch Brände verursachen.

Ist es allerdings erlaubt, so bietet ein Feuer eine wunderbare Alternative zum Kochen. Das wichtigste Utensil ist ganz klar das Feuerholz. Dieses kann man sammeln oder einfach fertig kaufen. Meistens liegt aber auch schon Holz auf vorgefertigten Feuerplätzen. Um das Feuer zu starten, eignen sich super Korken, Eierverpackungen und alte Zeitung. Grillauflagen gibt es in Baumärkten zu kaufen. Diesen kann man einfach auf Steine oder auch direkt in das Holz im Feuer legen und sein Fleisch darauf brutzeln. Auch in Aluminiumfolie eingewickelte Kartoffeln schmecken sehr gut vom Grill. Als kleiner Pizza Ersatz beim Campen eignet sich Stockbrot. Dies ist sehr einfach herzustellen und ist schnell „gebacken“. Einfach den Teig auf das Ende eines Astes rollen und ca. 10 Minuten über das Feuer halten fertig 😊

Und nun etwas mehr über die Lebensmittel an sich.

Es sollte darauf geachtet werden, Lebensmittel zu kaufen welche schnell zubereitet werden können und nicht viel Platz wegnehmen, wie z.B. Pasta oder Reis. Diese können ganz einfach in Zipper Beuteln aufbewahrt werden, lassen sich schnell kochen und werden nicht schlecht. Kartoffeln nehmen da mehr Platz weg, brauchen länger zum Kochen und werden schneller schlecht. Doch falls auf Kartoffeln nicht verzichtet werden möchte, sollten diese vor dem Kochen in kleine Stücke geschnitten werden, damit es schneller geht, um Gas zu sparen.
Als platzsparende Saucen eignen sich perfekt Tüten, welche nur in Wasser aufgelöst werden müssen und einfach unter den Reis oder Nudeln gemengt werden. Doch wer eine etwas gesündere Alternative mag, der kann ganz einfach das Getreide mit Olivenöl oder Essig mixen. Olivenöl gibt es bereits in schmalen Plastikflaschen, diese sind leicht und nehmen wenig Platz weg. Hat man allerdings die richtigen Gewürze (welche man übrigens auch super in Tütchen anstatt in den entsprechenden Gläschen aufbewahren kann) so ist es ganz einfach, leckere Saucen nur mit Wasser herzustellen. Dazu die gekochten Nudeln, Reis oder Kartoffeln einfach in eine Pfanne (Wok) werfen, etwas Wasser hinein und kräftig, bunt durchwürzen.
Ebenfalls ist Pesto ein kleines Campingwunder im Glas. Denn es hält nicht nur lange, auch wenn kein Kühlschrank vorhanden ist, es kann auch vielfältig eingesetzt werden. So schmeckt es super als Sauce, als Brotaufstrich oder auch als Salatdressing.

Das meiste Gemüse und auch Fleisch sollte bestenfalls täglich frisch gekauft werden, vor allen, wenn kein Kühlschrank im Van vorhanden ist. Gemüse welches auch ungekühlt etwas länger hält sind Zwiebeln, Ingwer, Knoblauch oder Karotten. Zwiebeln sind zwar nicht sehr Platzsparend, doch füllen sie jedes Essen auf und lassen sich sehr leicht zubereiten. Karotten und Obst wie Äpfel, Bananen, Birnen oder Orangen eignen sich super als Snacks für zwischendurch und man kann sie an Beutel oder Netzen an den hinteren Fenstern im Auto befestigen, um Platz zu sparen. Auch sehr gut als platzsparender Snack eignen sich Müsliriegel oder Reiswaffeln, welche ebenfalls nicht schnell schlecht werden.

Wer zum Frühstück gerne Müsli isst, jedoch keinen Kühlschrank für die Milch zur Verfügung hat, so bieten einige Supermärkte auflösbares Milchpulver an. Oder man macht sich einfach Haferbrei im Topf ganz simpel mit Haferflocken, kochendem Wasser und Zimt.

Mit diesen Tipps und Tricks sollte dem kulinarischen Camping Genuss nichts mehr im Wege stehen.

Tipp: Alles was du für den Ausbau sowie die Ausstattung deines Campervans benötigst, findest du übrigens im CamperClan Shop.

Low Carb Brot Rezepte

Hier sind ein paar super Low Carb Brot Rezepte die ich euch nicht vorenthalten möchte. Generell bin ich begeistert wie einfach sich schnelle Low Carb Mahlzeiten zubereiten lassen. Aus der „vergangenen Zeit“ (mit normaler Mischkost) stammt die Gewohnheit mit dem Brot + unterschiedliche Aufstriche oder Beläge. In der Low Carb oder auch ketogenen Ernährung fällt Brot üblicherweise komplett raus. Dies muss aber nicht sein denn es gibt recht schmackhafte Low Carb Brot Rezepte.


Low Carb Nussbrot Rezept

Lust auf Low Carb Nussbrot? Dieses Brot ist die volle Nuss-Bombe. Da gibt es mal richtig was zum kauen 🙂 Generell kann die Zusammensetzung der Nüsse und Samen relativ beliebig gemixt und nach Geschmack verändert werden. Das Brot ist reich an Ballaststoffen und macht richtig satt. 

Zutaten

  • 100g Leinsamen
  • 200g Haselnüsse
  • 100g Sonnenblumenkerne
  • 50g Kürbiskerne
  • 50g Sesam
  • 6 Eier
  • etwas Salz
  • 50g Olivenöl

Zubereitung

Den Backofen auf 160 Grad vorheizen, alle Zutaten in eine große Rührschüssel und vermischen. Die fertige Masse in eine Brotform (geht nur wenn man sie mit einem Backpapier auslegt) und ab in den Ofen. Nach 60 Minuten Backzeit das fertige Brot draußen abkühlen lassen. Tipp: Mit etwas Butter drauf ist es einfach traumhaft lecker 🙂

Fertig ist das Low Carb Nussbrot 😉

Low Carb Brot Nährwerte

Nährwerte pro 100g
Fett36,1g
Protein17,4g
Kohlenhydrate3,6g

Low Carb „Feinbrot“ Rezept

Als eine Variation einer sehr groben und nussigen Variante, habe ich mit der „Feinbrot-Rezept-Version“ herum probiert und bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Gute Brotrezepte gibt es viele. Klar kann man sich genau an Rezepte halten, oder man experimentiert einfach mit den Anteilen der Zutaten. Die Genauen Angaben habe ich nur erfasst um die Low Carb Brot Nährwerte berechnen zu können. Der Kern dieses Rezeptes sind die 500g „Nüsse/Samen/Kerne“ plus 6 Eier (auch mit 5 würde es gehen).

Zutaten

  • 150g gemahlene Haselnüsse
  • 150g gemahlene Mandeln
  • 100g Chia Samen
  • 100g Leinsamen
  • 6 Eier
  • etwas Salz
  • 50g Olivenöl

Zubereitung

Den Backofen auf 160 Grad vorheizen, alle Zutaten in eine große Rührschüssel und vermischen. Die fertige Masse in eine Brotform (geht nur wenn man sie mit einem Backpapier auslegt) und ab in den Ofen. Nach 60 Minuten Backzeit das fertige Brot draußen abkühlen lassen.

Fertig ist das Low Carb Feinbrot 😉

Low Carb Brot Nährwerte

Nährwerte pro 100g
Fett37,3g
Protein17,3g
Kohlenhydrate2,0g

Low Carb Kokosnuss Brot

Man kann das Low Carb Brotrezept auch etwas spezieller „pimpen“. Wie wäre es z.B. mit einer Kokosnuss Note? Kein Problem. Sei einfach kreativ und probiere unterschiedliche Zutaten und erschaffe dir so dein ganz eigenes Rezept 🙂 Ich habe bei diesem Brot auch eine gute Mischung aus Haselnüssen, Mandeln sowie ein paar Kürbiskernen verwendet. Generell kann man mit der Zusammensetzung experimentieren. Tipp: Mache dir am besten ein paar Notizen, in welcher Zusammensetzung du die Zutaten für dein Brot mit wenig Kohlenhydraten gemixt hast. Um so einfacher wird es später Anpassungen vorzunehmen und nachvollziehen zu können, welche Variante dir am besten gefällt. 

Zutaten

Wie bei den anderen Low Carb Brotrezepten auch wird für dieses Brot eine bunte Mischung von Samen und Nüssen (siehe erstes Rezept) verwendet. Die einzige Abweichung sind nicht gut 50 bis 80g Kokosnuss geraspelt. Die Menge kann Geschmack variiert werden.

Zubereitung

Gleiche Zubereitung wie bei den anderen Brotrezepten auch.


Low Carb Brot Rezept mit Kartoffelfasern

Wow, wo ich gerade einsteige mich genauer mit dem Thema auseinander zu setzen, finde ich immer neue Anregungen für weitere Low Carb Brotrezepte. Vielversprechend hören sich Rezepte an, in denen Kartoffelfasern verwendet werden. Scheinbar können damit Brote gebacken werden die wie „normale“ Mischbrote aussehen. Vielleicht ist die Voll-Nuss-Variante ja nicht für jeden das richtige 😉 Ich werde euch hierzu auf jeden Fall auf dem laufenden halten und erst mal Experimente mit Kartoffelfasern machen. Das Rezept sowie weitere Details ergänze ich dann hier.

Low Carb Brot und Brötchen Rezepte Buch

Du hast Interesse an auch noch weiteren Rezepten? Vielleicht ist dies Buch etwas für dich. Klicke einfach auf das Bild um es dir bei Amazon anzusehen.

Brot mit wenig Kohlenhydraten: Deine Erfahrungen

Du siehst, ich habe schon etwas mit dem Thema kohlenhydratarme Ernährung experimentiert und verschiedene Rezepte probiert. Low Carb Brot backen ist gar nicht schwierig. Als nächstes werde ich mich auf jeden Fall mal an Low Carb Brötchen Rezepte wagen. Welche Rezepte hast du vielleicht schon getestet die du empfehlen kannst? Über Hinweise/weitere Rezepte freue ich mich!

Saftkur Selbstversuch: Erfahrungen und Rezepte

Es ist wieder soweit, heute heißt es bereits zum dritten Mal in den letzten Jahren: Saftkur bzw. Saftfasten! Bei jedem mal sind neue Erkenntnisse und Erfahrungen hinzu gekommen, die ich hier einmal zusammenfassen möchte. Solltest du also auch mit dem Gedanke spielen das Saftfasten auszuprobieren, dann wünsche ich dir viel Erfolg mit meinem „Mini-Saftkur-Guide“.

Wie bin ich auf das Saftfasten aufmerksam geworden?

Es muss so ein „Rumgammel-Samstag“ gewesen sein. Ich stöberte bei Amazon Prime nach Dokus und bin dort  auf „Fat, Sick & Nearly Dead“ aufmerksam geworden. „Der amerikanischen Dokumentarfilm, begleitet den Australier Joe Cross auf seiner 60-tägigen Reise durch die Vereinigten Staaten, auf der er mittels einer Saftdiät seine Gesundheit zurückerlangt.“ Einen ganz guten Eindruck bekommt man über den Trailer:

Mich hat nicht nur die Geschichte von Joe Cross, sondern auch die der weiteren Charaktere beeindruckt. Von deren Beispielen inspiriert musste ich das auch selbst ausprobieren.

Vor dem Start: Der Saftkur-Einkauf

Bevor es richtig los geht, muss eingekauft werden und das nicht zu knapp. Es ist schon erstaunlich was alles so zusammen kommt, wenn man gleich für 2 Personen für 4 Tage einkauft. In Summe haben wir rund 75 EUR ausgegeben. Klingt vielleicht auf den ersten Blick viel, doch wenn man das mal auf „Eine Saftmahlzeit“ herunter bricht geht es irgendwie schon wieder:

75 EUR / 2 Personen = 37,50 EUR / 4 Tage = 9,38 EUR pro Tag.

Wir i.d.R. pro Tag je einen Saft zu den Mahlzeiten gehabt, sowie noch einen weiteren für „zwischendurch“. Somit hat uns eine „Saftmahlzeit“ 2,34 EUR gekostet.

Nützlich oder Überflüssig: Der Saftfasten Plan

Einen genauen Plan hatten wir für unsere Saftfasten Kur nicht. Wir haben am letzten Tag (Freitag Abend) nicht groß fett oder schwerbekömmlich gegessen.  Samstag ging es dann mit dem Glaubersalz los. Die Rezepte haben wir uns erst mühsam zusammen gesucht und die besten für uns kombiniert gestellt. Von den Rezepten haben wir dann auch unseren Einkaufszettel abgeleitet. Die Reihenfolge der Rezepte ist dabei relativ willkürlich. Morgens gibt es meist einen etwas fruchtigeren Saft, Mittags bzw. Abends dann mehr mit Gemüse. Ebenfalls stand für den Abend dann die Gemüsebrühe auf dem Speiseplan, die wir in einer größeren Menge gleich vorgekocht haben.

Generell kann man die Tage wohl aber ganz nach Lust und Laune gestalten. Um den Ablauf noch etwas einfacher zu gestalten, kann man sicher auch noch auf weniger Saftrezepte zurückgreifen, diese dann einfach häufiger wiederholen.

Saftfasten Rezepte zum nachmachen

Der Dreh und Angelpunkt bei beim Saftfasten sind die Rezepte. Nach kurzer Suche findet man unzählige. Wir waren regelrecht erschlagen und haben uns unsere Favoriten herausgesucht. Diese findet ihr unten zu den Tagen unserer Kur jeweils mit Zutaten aufgeführt. Generell haben wir bei den Saftrezepten die Menge auf 2 Personen gerechnet. Mengenmäßig hatten wir je Saft rund 0,75 bis 1 Liter Saft, also rund 1,5 Gläser für jeden.

Das schöne an den Saftrezepten ist: Jeder kann sie je nach Geschmack beliebig anpassen. Gerade z.B. mit Ingwer lässt sich super bei der Menge experimentieren. Zunächst empfiehlt sich hier etwas vorsichtiger zu sein und sich langsam an die persönliche „Lieblingsdosis“ heranzutasten. So erhält man in den unterschiedlichen Saftrezepten eine ganze angenehme schärfe.

Samstag, 1. Tag

Samstag ging das Saftexperiment los. Der Einkauf ist erledigt und es stehen keine Termine auf dem Plan. Ideal um in die nächsten 4 Tage mit Saft und etwas Gemüsebrühe zu starten!

Alles muss raus: Der Glaubersalz „Shake“

Es ist nicht wirklich lecker. Auch ist die erste Begegnung mit Glaubersalz auch etwas eigenartig. Aber, was muss das muss. Für rund 5 EUR bekommt man die 100g Dose die für auch zwei Personen vollkommen ausreicht.

Etwa 500ml lauwarmes Wasser werden mit gut zwei Esslöffeln Glaubersalz gemischt. Dann nur noch kräftig rühren bis sich alle Glaubersalzkristalle aufgelöst haben und runter damit. Schluckweise haarscharf am Brechreiz 😉 Ok, so schlimm ist es nun auch wieder nicht. Im Anschluss schön weiter 2 bis 3 Gläser Wasser im Laufe der nächsten halben Stunde.

„Karotten-Klassiker“ (Spätes Frühstück)

  • Äpfel
  • Karotten
  • 1 kl. Stk. Ingwer

Der einfache und schnelle Saft aus ein paar Äpfeln und Kartotten, abgeschmeckt mit einem Stück Ingwer ist der Klassiker. Den ausgesprochen leckeren Saft machen wir uns auch so immer mal wieder. Das Verhältnis von Äpfeln zu Karotten kann man gut 50/50 machen, oder je nach Geschmack anpassen. Der Ingwer rundet das ganze ab und sorgt (wie bei vielen weiteren Säften) für die besondere Note.

„Gute Lauen“ (Mittag)

  • 1/2 Honigmelone
  • 2 Äpfel
  • 4 Stangen Staudensellerie
  • 1/2 Spitzkohl (Wirsing geht auch)

Leicht fruchtig, nicht zu süß voll lecker!

„Heiße Tomate“ (Abend)

  • 1 Pfund Tomaten
  • 1 kl. Stk. Ingwer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Hand voll Karotten
  • kochendes Wasser

Saft in warm kann man auch machen. Hat etwas von einer Tomatensuppe nur etwas dünner 😉 Dafür aber gar nicht so unlecker. Toll ist das Rezept auch gerade weil ja sonst (abgesehen von mal einem Kreutertee und der Brühe) alles kalt ist. Von daher eine angenehme Bereicherung für das Saftkur-Rezepte-Repertoir.

Highlight am Abend: Die Gemüsebrühe

Neben den Säften zu den Mahlzeiten gab es am Abend meist noch eine Gemüsebrühe. Der Geschmack und die Würze waren quasi ein Highlight des Tages 😉 Für einen Zeitraum von 4 Tagen und 2 Personen reicht schon ein großer Topf und man hat genug für die Abende. Einfach 1 bis 2 Bund Suppengrün, etwas Öl und schon ist die Gemüsebrühe fertig. Nur: Nach dem kochen wird das Gemüse durch ein Sieb abgegossen und man behält die klare Brühe ohne Festes.

 

Sonntag, 2. Tag

Tropic Forrest (Frühstück)

  • 1/2 Ananas
  • 500g Heidelbeeren
  • 2 Kiwi
  • 1 Birne
  • 250ml Kokusnusswasser
  • 2 Hände voll Minze

„Kohl meets Melone“ (Mittag)

  • 4 Stangen Staudensellerie
  • 1/2 Melone
  • 4 Äpfel
  • 1/2 Spitzkohl

Beschreibung

„Mango Time“ (Nachmittag)

  • 400g Karotten
  • 1 Stange Staudensellerie
  • 1/2 Mango
  • 1/2 Honigmelone
  • ein paar Tropfen Speiseöl

Beschreibung

„Saft to Go“ (Abend)

Da wir am Abend noch unterwegs waren, gab es ausnahmsweise ein Smoothie to Go. Die Flaschen der true fruits Smothies lassen sich super für den Transport der eigenen Säfte nutzen. Für den kommenden Montag fehlten uns nämlich noch 2 Flaschen.

Montag, 3. Tag

„Exotik trifft Rübe“ (Frühstück)

  • 2 Papaya
  • 600g Karotten
  • 2 Limetten
  • 1 Bund Minze (15 Blätter)

Sehr sämig und cremig.

„Himmel und Erde“ (Mittag)

  • 4 Tomaten
  • 2 Äpfel
  • 2 Bund Petersilie (oder Koriander)
  • 1-2 Fenchelknollen
  • 1 Gurke

Beschreibung

Titel (Nachmittag)

  • Zutaten
  • Zutaten

Beschreibung

„Rote Bombe“ (Abend)

  • 6 rote Paprika
  • 1 Mango
  • 2 Limetten
  • 1/4 rote Zwiebel
  • 6 Zweige Petersili

Wow ist der cremig schaumig lecker! Und die Farbei.. wow!

Dienstag, 4. Tag

„Grüne Überraschung“ (Frühstück)

  • 5 Äpfel
  • 1/2 Ananas
  • 3 Hände voll Spinat
  • 1 Limetten/Zirone
  • 1/2 Gurke
  • 1 kl. Stk. Ingwer

Relativ süß, dabei cremig und weich. Überrascht mit einer leicht feurigen Schärfe durch den Ingwer, je nach Portionierung.

Australisches Gold (Mittag)

  • 1 Ananas
  • 2 gelbe Paprika
  • 2 Zitronen
  • 2 kl. Stk. Ingwer

„Red Power“ (Abendessen)

  • 2 Äpfel
  • 2 Rote Beete
  • 2 Orangen
  • 1 Zitrone
  • 6 Zweige Petersilie
  • 2 Staudensellerie Stangen

Beschreibung

Saftkur Fazit


Das Video mit allen Fragen und Antworten, inkl. praktischer Timeline in der Videobeschreibung. Via Klick gelangst du direkt zur Antwort die dich am meisten interessiert:

Die Video-Timeline

  • 0:22 Wie lange hast du die Saftfastenkur gemacht?
  • 0:58 Wie viele Säfte (und welche Rezepte) pro Tag?
  • 1:36 Tatsächlich nur Saft und sonst nichts?
  • 2:10 Und wie macht man das unterwegs/im Büro?
  • 2:37 Welchen Entsafter nutzt du?
  • 3:35 Wie teuer ist (der Einkauf etc) Saftfasten?
  • 4:16 Wie geht es nach der Saftfastenkur weiter?
  • 5:20 Angst vor dem JoJo-Effekte?
  • 6:53 Saftkur & Fasten, wie fühlt man sich?
  • 7:29 Wie viele kcal hast du zu dir genommen?

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Neben meinen Videos ist dies Buch von Joe ein guter Tipp um sich noch etwas näher mit der Thema Saftfasten auseinander zu setzen.