Eine Maßnahme gegen den Information-Overload: Digital Detox. Kaum eine Informationsquelle die wir nicht mit der Eingabe unserer E-Mail Adresse bezahlen. Ich befinde mich auf meiner ganz persönlichen Mission wichtiges von unwichtigem zu trennen. Mit der Zeit sammelt sich einfach unheimlich viel Zeug an, was kaum noch zu konsumieren ist. Dazu kommen (in meinem Fall) noch Abos von Tools die ich viel zu selten nutze. Ich lade dich ein, an diesen Gedanken zum digital Detox teilzuhaben. Vielleicht ist geht es dir ja ähnlich und du wagst auch den Schritt unnötiges über Bord zu werfen?

Newsletter abbestellen

Hier ein Infoletter, dort ein paar Neuigkeiten per Mail. Kaum eine Webseite wo man nicht gebeten wird seine E-Mail Adresse zu hinterlassen. Up to Date sein, keine Beiträge verpassen, oder ein kostenloses E-Book erhalten. Die Anlässe und Lockangebote fürs Abonnieren sind vielfältig. Zwar möchte ich Newsletter nicht generell verteufeln, doch bringen sie häufig nur bedingte Mehrwerte mit sich. Dies merkt man häufig wenn man sich dabei ertappt, wie man diese in regelmäßigen Abständen einfach ungelesen löscht.

Mit einem wachsamen Auge checke ich daher jede Mail, die ihren Weg in meinen Posteingang findet. Bietet sie mir nützliche Informationen, bereichernde Inspiration oder sonstige Vorteile? Wunderbar, sie darf bleiben. Andernfalls suche ich ganz schnell nach dem meist gut versteckten Hinweis „unsubscribe“ oder „abbestellen“.

Facebook Gruppen verlassen

In die einen wird man direkt von Freunden eingeladen, in die anderen tritt man selbst ein. Unzählige Facebook Gruppen locken mit interessanten Themen. Zur Sicherheit tritt man am besten gleich in mehrere Gruppen zum gleichen Thema bei. Man könnte ja etwas verpassen oder in der „falschen“ Gruppe sein. Erst die Zeit wird zeigen ob man auf die richtige gesetzt hat. Auf diese Weise sammeln sich immer mehr an. Egal wie aktiv die Mitglieder der Gruppe sind, der eigene Facebook-Stream wird immer unübersichtlicher und befeuert einen mit dem Potpourri der unterschiedlichen Hobbys und Interessen.

Je mehr man sammelt um so weniger kann man überhaupt noch konsumieren. Grund genug auch an dieser Stelle einmal genauer hinzusehen. Ist das Thema der Gruppe tatsächlich (in diesem Moment) relevant für mich? Wenn nicht, raus da. Wem das verlassen der Gruppe zu weit geht, kann es alternativ  mit dem „Gruppe nicht mehr abonnieren“ versuchen. So oder so gibt es damit eine Quelle weniger die auf dich einprasselt.

Snapchat Account löschen

Snapchat und ich sind nie wirklich warm mit einander geworden. Daher bemühte ich gerade kürzlich eine Googlesuche nach „Snapchat Account löschen“. Schnell wurde ich fündig. Nun läuft der 30 tägige Countdown ab, dann ist ruhe. Den Snapchat Account direkt löschen geht nicht. „Oh wie schade, du willst nicht mehr snappen?“ Nein, möchte ich nicht! Auf Snapchat bin ich irgendwann „damals“ aufmerksam geworden. „Da kannst du Fotos verschicken die sich beim Empfänger selbst wieder löschen…“ mit dieser Info hat sich die App mit dem kleinen Gespenst in Windeseile verbreitet.

Snapchat Account löschen
Der Snapchat Account wird nach 30 Tagen gelöscht

Der Hype um lustige Filter und kreative Malereien kamen dann später dazu. Ich habe auch mit gemacht. Auch wenn nur super selten. Entsprechend klein war auch die Zahl der Accounts denen ich gefolgt bin. Trotzdem bettelte jede Push-Nachricht um meine Aufmerksamkeit. Irgendein kleines Video oder buntes Bildchen aus meinem Netzwerk wollte bewundert werden. Mehrwert und Nutzen… ehrlich gesagt gleich Null. Keine großen Inspirationen sondern überwiegend belangloses wartete nach dem öffnen der App auf mich. Grund genug also meinen Snapchat Account zu löschen.  Kurzanleitung Snapchat Account löschen: 1) Einloggen auf der Snapchat Seite b) Unter „meinen Account verwalten“ den Punkt  „Meinen Account löschen“ klicken. c) 30 Tage warten… dann ist die Frist abgelaufen in der man „zurück kehren“ kann.

Adobe Premiere Abo kündigen

Als ich damals mit YouTube und der Bearbeitung von Videos begonnen habe, wollte ich es gleich „richtig“ machen. Es musste also eine richtige Software her. Der Trend geht wie an vielen Stellen auch hier zum Abo. Monatlich waren also rund 20 EUR fällig. Wenn man regelmäßig Videos schneidet und die Software ausgiebig nutzt sicher fair. Tatsächlich sind aber Monate vergangen in denen ich Adobe Premiere nicht ein einziges Mal verwendet habe. Im Hinblick auf die monatlichen Fixkosten ist das irgendwie ungünstig. Stellt man das Softwareabo dem Kauf einer alternativen Software gegenüber, ist es eine Frage der Zeit ehe sich der Kauf rentiert. Nach etwas Recherche ist meine Wahl auf Final Cut Pro X gefallen. Neben unzähligen Tutorials bei YouTube gibt es auch reichlich Büchermaterial um sich in die neue Software einzuarbeiten.

Wer unterjährig kündigt, zahlt eine Kündigungsgebühr.

Sauer ist mir bei der Kündigung des Premiere Abos noch die Kündigungsgebühr von rund 50 EUR aufgestoßen. Damals hatte ich mich offensichtlich für das günstige (jahres-) Abo mit monatlicher Zahlung eingelassen. Da die Kündigung nun während der Laufzeit erfolgt, muss die Ermäßigung anteilig zurück gezahlt werden.

Digital Detox Fazit

So richtig abschließen lässt sich das Thema digital Detox wohl nie. Vielmehr ist es ein andauernder Prozess. Es empfiehlt sich immer mal wieder zu schauen ob man nicht auf die eine oder andere Informationsquelle verzichten kann. Man muss ja nicht „auf jeder Hochzeit tanzen“ und in jedem sozialen Netz (siehe Snapchat) vertreten sein. Viel wichtiger ist es doch, die für einen passenden zu finden und diese zu pflegen.

Deine Meinung interessiert mich: Hast du vielleicht schon ähnliche Gedanken gehabt und dich von überflüssigem (digitalen) Ballast befreit?

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