Dieser Beitrag zum Campingbus Ausbau wird regelmäßig aktualisiert. Letztes Update: 19.10.
Der Campingbus Ausbau kann beginnen! Vergangenen Montag den 21. August war ein schöner Tag. Es war der Tag an dem ich meinen Bus endlich abholen durfte. Die frisch bestandene TÜV-Untersuchung  verspricht ein grundsolides und vor allem technisch einwandfreies Fahrzeug. Mein Bus und zukünftiger Camper Van ist ein Mercedes bzw. genauer Daimler Benz Sprinter 212 D Baujahr 1998.

In diesem Beitrag möchte ich die Chronologie meines Ausbaus dokumentieren. Meine generellen Überlegungen zu dem Ausbau und dem „warum und wieso“ kannst du in den separaten Beiträgen zum Thema nachlesen. Ich beschreibe z.B. warum ich mich für einen Sprinter entschieden habe, welche grundlegenden Überlegungen für den Ausbau wichtig sind und wie ich meine Kastenwagen Isolierung umsetzen möchte. Weitere Beiträge folgen.

Gratuliere, es ist ein Sprinter

Der stolze "Papa"Irgendwie ist so ein Bus ja auch neues Familienmitglied. Daher ist natürlich auch der obligatorische Name ein muss. Darf ich vorstellen, der alte Herr da hinter mir ist Hugo. Zuletzt war er treuer Handwerker-Begleiter. Bäder und so. Daher auch noch dies wunderbare Logo über der Frontschreibe und an der Seite. Im Leben davor war Hugo im Einsatz für die Hamburger Hochbahn. Durch diesen Lebenslauf ist mein zukünftiger Campingbus heute als Sonder- bzw. Nutzfahrzeug eingetragen.

Dies ist auch unschwer an den zwei prima orangenen Rundumleuchten zu erkennen. Diese Leuchten sowie die dazu gehörigen rot-weißen Aufkleben haben die TÜV-Abnahme zunächst noch verzögert. Am Ende gab es dann aber doch die Plakette.

Quasi zeitgleich zur Abholung waren schon die ersten Lieferungen für den Ausbau auf dem Postweg. Zu Hause angekommen, muss nur erst einmal die Zeit gefunden werden, um mit dem Ausbau beginnen zu können. Eins ist jetzt schon klar: der Campingbus Ausbau ist nicht mal eben so gemacht, es wird ein längeres Unterfangen.

Entmutigen soll mich das jedoch nicht. Schließlich geht der zugegebenermaßen etwas bescheidene „Sommer“ sowieso gerade seinem Ende entgegen. Ein nächster Sommer bzw. davor auch ein Frühjahr kommt bestimmt. Wenn „Hugo“ bis dahin zumindest grob einsatzbereit ist, reicht es vollkommen.

Die Trennwand muss weg

Wer möchte schon bei schlechtem Wetter erst aussteigen, um dann durch die Schiebetür wieder einsteigen zu können. Sicherlich keiner. Ein anderes Szenario wäre der spontane Aufbruch von der als Stellplatz genutzten Location. Zack, raus aus dem Bett und ran ans Steuer. Geht alles besser wenn man nicht erst aus- und wieder einsteigen muss. Aus diesem Grund muss als erstes die Trennwand zwischen den Sitzen vorne sowie dem gesamten (zukünftigen) Wohnraum raus.

Die Trennwand ist nicht nur mit einer ganzen Reihe von Nieten befestigt, nein sie ist auch noch mit einem extra Brett versehen was als allererstes weg muss. Um auch an die letzten Nieten heran zu kommen, musste der große Werkzeugschrank ebenfalls bei Seite. Nach Biegen und Zerren war die Wand raus und konnte im Keller eingelagert werden.

campingbus-ausbau-trennwand-raus

Runter mit dem kleinen Werkzeugschrank

Die Eigenart ein Ex-Handwerker Bus zu sein, ist der Grund für die Sonderausstattung. Recht robuste Werkzeugschränke gab es nämlich gleich mit dazu. Ob ich den bereits verbauten Block ggf. als Küchenzeile mit viel Stauraum ausbaue, ist aktuell noch nicht ganz klar. 

Sicher ist jedoch: Der extra Schubladenteil oben muss weg. Netterweise war dieser recht üppig festgeklebt. Was für ein Kampf das Ding möglichst unbeschädigt ab zu bekommen. 

Bei dem kleinen Werkzeugschrank habe ich dann nicht aufgehört. Auch das große Teil darunter habe ich ausgebaut. Erst hatte ich noch die Idee den großen Eisenschrank als Küchenzeile umzubauen, doch er ist doch zu groß und viel zu schwer. Mit einem Eigenbau bin ich doch deutlich flexibler und auch leichter unterwegs.

Das olle Regal muss weg

Gleich neben dem Werkzeugschrank ist ein Regal verbaut. Aus groben OSB-Platten zusammengezimmert und mit reichlich Sikaflex? verklebt. Ein paar Schrauben lösen und schon konnte ich Brett für Brett mit etwas Gewalt entfernen. Übrig blieben recht üppige Reste von der Verklebung der Bretter an der Wand.

campingbus-ausbau-regal-vorher

campingbus-ausbau-regal-nachher

Seitenwände entfernen

Bevor es mit der Isolierung der Wände los gehen kann, müssen die ganzen Verkleidungen ab. Dafür mussten direkt wieder unzählige Nieten weg… Von Staub und etwas Dreck abgesehen, sieht es ganz super aus soweit. Endlich kann man auch sehen wie genau die Streben verteilt sind. 

campingbus-ausbau-verkleidung-entfernen

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Was so einfach aussieht hat sich in Summe auch als recht Aufwändig heraus gestellt. Nachdem die Seitenteile ab waren, blieben überall noch die Reste von den alten Nieten stehen. Diese mussten Stück für Stück nachbehandelt und „weggebohrt“ werden. Ohne diese kleine Schönheitskorrektur blieben kleine hässliche (und recht scharfe) Nietenstummel übrig.

Einbau externe Steckdose

Neben dem 12V Stromkreis via Solar und Versorgungsbatterie verbaue ich auch einen 230V Stromkreis. Damit der Strom von außen in den Bus kommt, muss hierfür eine spezielle Steckdose in die Außenwand verbaut werden. Diese ist gerade via Post angekommen. Mit dabei ist ein Adapterkabel, um die Stromversorgung über eine Handelsübliche Kabeltrommel zu gewährleisten.

Wohnmobil Fenster einbauen

Über ebay bin ich fündig geworden. Dort habe ich zwei alte Wohnmobil Fenster zu einem guten Kurs bekommen. Pro Stück für 65 EUR. Ob das ein Schnäppchen ist wird sich zeigen, gerade warte ich noch auf die Lieferung. Schon jetzt ist klar. Die Aufsteller, Fliegengitter sowie ein Rollo für die Verdunkelung fehlen. Da die groben Maße bekannt sind, kann ich aber schon einmal schauen wie das zukünftige Fenster in meinem Campingbus Ausbau so aussehen wird:wohnmobil fenster einbauen kennzeichnung

Update zum Thema Fenster: Die zwei bei ebay erstandenen Fenster sind angekommen. Bei dem Preis hätte ich schon stutzig sein sollen. Es ist nämlich nur! ein Fenster. Innen- und Außenraumen für das Dometic Seitz Fenster fehlen. Es ist einfach nur ein Ersatzfenster 🙁 dometic seitz s4 ausstellfensterGut, klar kann man auch die Rahmen alleine kaufen doch das ist mir nun alles zu blöd. Ich schaue daher ob ich den Kauf rückgängig machen kann und habe statt dessen ein komplettes Dometic Seitz Fenster bestellt. Das ist nun zwar doch teurer als zu erst angenommen, doch dann habe ich zumindest alles beisammen. Rollo und Fliegengitter inklusive. Ebenfalls gut: Ich habe mir weitere Gedanken zu der Küchenzeile gemacht. Sowohl ich als auch Linda sind beide nicht „klein“. Für bequemes Arbeiten im Stehen wird die Küche daher gut einen Meter hoch. Dann wird es mit einem 50cm hohen Fenster schon knapp an der dafür vorgesehen Stelle. Das nun bestellte Fenster ist nur 40cm hoch. Damit sollte es trotz der erhöhten Arbeitsfläche auch mit dem Fenster gut passen.

wohnmobil-fenster-einbauen-ausstellfenster

Da ist es nun, mein kleines neues Wohnmobil Fenster *freu* Inklusive Aufsteller (damit wird das Womo-Fenster aufgehalten), Fliegen- und Sonnenschutzrollo. 

 

Einbau Dachluke

Ohne viele Worte (eine genaue Beschreibung folgt in einem separaten Beitrag), mein Wohnmobil Dachluke ist fertig eingebaut! Es ist schon ein mulmiges Gefühl die Bohrmaschine auf dem Dach anzusetzen und einfach mal munter das Dach zu durchlöchern. Entsprechend froh war ich dann auch als alles fertig war und die letzte Schraube eingedreht war. Fazit: So ein Wohnmobil Dachfenster einzubauen ist gar nicht so schwierig. Ich bin sogar gar nicht abgeneigt im hinteren Teil ggf. noch eine weitere Dachluke einzubauen.

 

Geräuschdämmung mit Alubutyl

Das Alubutyl habe ich in kleinen Tafeln auf allen größeren ebenen Flächen verarbeitet. Bzw. arbeite ich mich an der Decke beginnend Segment für Segment vor. Bei der Recherche zu dem Material habe ich unterschiedliches gelesen. Von „bringt nichts“ bis „super gut, hat eine enorme Wirkung“. Tatsächlich überwogen die positiven Äußerungen. Aus diesem Grund habe ich mich ebenfalls entschieden Alubutyl zu verarbeiten. Klassischerweise wird es im Car-Hifi Umfeld z.B. zur Dämmung der Türen verarbeitet. Das Scheppern durch die verbauten Lautsprecher soll so minimiert werden. 

Die fertig verarbeiteten Alubutyl-Tafeln
Die fertigen Alubutylflächen.

Isolierung mit Armaflex

Alle großen Flächen der Decke und der Wände werden mit dem geschlossenporigen Armaflex beklebt. Die Isolierung mit dem selbstklebenden Matten ist der zweite Arbeitsschritt nach der Verarbeitung der Alubutyl Dämmung. Genaueres zu der Verarbeitung der beiden Materialien ist auch in dem separaten Beitrag „Wohnmobil Dämmung und Isolierung“ zu lesen. 

Für den Start habe ich mir zwei Rollen mit 19mm Stärke, eine Rolle 9mm sowie ein kleine Rolle (2mm Stärke?) zum Überkleben der Nähte gekauft. Armaflex kann recht gut mit dem Cutter-Messer geschnitten werden. Am besten arbeitet man mit einer frischen Klinge, dann zerfranst die Armaflex Matte beim Schneiden auch nicht. wohnmobil isolierung armaflex selbstklebend

Deckensegment für Deckensegment wird mit dem 19mm Armaflex selbstklebend versehen. Nach den großen Flächen kommen die Holme dran. Diese werden mit einem Streifen des 9mm Armaflex überklebt. Stellen an denen ich die selbstklebende Matte erneut ansetzen muss, werden mit dem etwa 2mm dicken und gut 5cm breiten Armaflexband zusätzlich beklebt.

Campingbus waschen: Sonntag = Waschtag

Bei uns in der Straße stehen Linden dicht an dicht. Dementsprechend sehen alle Autos schon nach wenigen Tagen siffig aus. Vergangenes Wochenende habe ich meinem Campingbus „Hugo“ eine kleine Wäsche verpasst. Mit der Schaumbürste und dem Hochdruckreiniger ging es dem Dreck an den Kragen.

 

Installation der Verkabelung

Oh, das wird noch einmal ein Thema für sich. Bzw. genauer ist es ein andauernder Prozess nebenbei. Der Campingbus Ausbau gliedert sich ja in diverse Abschnitte. Überall kommen hier und da Kabel zum Einsatz. Zu kämpfen habe ich sowohl mit den bereits vorhandenen (die Rundumleuchten, extra Blinker und Positionslichter auf dem Dach) aber natürlich auch mit den neuen Kabeln die ich verbaue.

Schon jetzt kann ich euch den Tipp geben: Von Anfang an alle Kabel so gut es geht zu kennzeichnen. Kleine Papierschilder mit etwas Tape/Tesafilm helfen schon enorm sich später zurecht zu finden. Alternativ kann man bei neuen Kabeln auch auf farbige zurück greifen. So ist es mit einem entsprechenden Plan später auch noch leichter nachvollziehen zu können, von wo nach wo die Kabel verlaufen.

Campingbus Innenausbau: Die Holzdecke

Mit der Decke fängt es an. Flächendeckend ist das Armaflex an der Decke sowie den Holmen angebracht. Nach einigem hin und her überlegen, habe ich mich für Nut-und-Feder Fichtenholz entschieden. Ich kenne Beispiel in denen die Feder komplett entfernt worden ist. Dies gibt der Decke noch einen etwas anderen Look, wenn die Bretter dicht an dicht angebracht werden können. Belässt man sie aber inkl. Nut- und Feder, gibt es einen großen Vorteil: Mehr Stabilität. Gekauft habe ich zwei Pakete mit 270cm sowie eins mit 200cm Länge. Die 2,7m Bretter haben genau nicht in einem Stück gereicht. Ich muss also bei jeder Brettlänge Stückeln. Hier konnte ich nur Nut- und Feder die kleinen extra Stücke ganz einfach mit einarbeiten.

Die Stellen an denen die Bretter gestückelt werden mussten, habe ich bewusst Reihe für Reihe von der einen (vorne) auf die andere Seite (hinten) gewechselt. So fallen die Schnittstellen gar nicht weiter auf. Zur Befestigung habe ich selbstschneidende Blechschrauben sowie Rosetten-Unterlegscheiben verwendet. Mit gefällt die Optik der Schraubenreihen entlang der Holme ganz gut und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

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Sehen wie es weiter geht

Wie du sehen kannst, ist es gerade erst der Anfang. Schritt für Schritt geht der Ausbau weiter. Wie wäre es, trage deine E-Mail Adresse ein um zukünftige Updates zu erhalten. Kein Spam, versprochen.

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