Eines der wichtigsten Fragen in Sachen Camping ist, wie man leckere Malzeiten möglichst praktisch zubereitet und lagern kann. Dieser Blogbeitrag gibt dir nützliche Tipps und Tricks worauf du beim kulinarischen Genuss im Camper Van achten solltest.

Nur zwei Herdplatten im Wohnmobil

Zu allererst muss bedacht werden, dass meist nur zwei – manchmal auch nur eine – Herdplatten zur Verfügung stehen. Das heißt kein Ofen, kein Wasserkocher, kein Mixer oder Mikrowelle.  Beim kochen der Camping Rezepte gilt es also auf die Anzahl der unterschiedlichen Bestandteile des Menüs zu achten. Ggf. müssen Arbeitsschritte nacheinander ausgeführt werden, damit man mit den begrenzten Kochflächen zurecht kommt. Auch der Stauraum in einem Wohnmobil ist begrenzt vorhanden und es sollte schlau eingekauft und gelagert werden.

Ausstattung der Wohnmobil Küche

Die Utensilien sind natürlich das A&O für die Campingküche, fangen wir also mit ihnen an. Mein absoluter Tipp ist, sich einen Wok zuzulegen. Denn dieser kann als Topf und als Pfanne benutzt werden. Somit spart man Platz und ebenfalls passt in den Wok vieles hinein, so dass man ggf. auch Mahlzeiten für den Abend oder den nächsten Tag vorbereiten kann. Plant man lange Wandertage so ist das Vorkochen einiger Mahlzeiten sehr praktisch. Ansonsten sollte man einen Topf und eine Pfanne dabeihaben. Diese gibt es in Campingläden bereits mit klappbaren Stiel, welche dadurch sehr platzsparend sind. Achtet darauf, dass die Pfanne oder auch der Wok möglichst Teflon beschichtet ist, um nerviges anbrennen zu vermeiden da meistens kein fließend heißes Wasser zur Verfügung steht und es somit das Abwaschen erschwert.
Teller, Schüsseln, Gläser und Tassen dürfen natürlich auch nicht fehlen und sollten möglichst aus Metall bestehen, da dieses Material leicht ist und nicht kaputtgehen kann. Am besten habt ihr das Geschirr passend nach der Anzahl der Menschen welche reisen dabei, nicht mehr da es unnötiger Platzverbrauch ist.
Ganz wichtig ist ein kleines und ein großes scharfes Schneidemesser plus ein Schneidebrett. Wer denkt das Brett nimmt zu viel Platz weg und schneiden kann man auch auf Tellern- macht es lieber nicht, es verursacht eine Sauerei und ist eine nervige Angelegenheit. Das Schneidebrett hat seinen Platz im Van verdient. Und wie sollte man essen ohne Messer, Gabel und Löffel. Um Platz zu sparen gibt es in bestimmten Campingläden Besteck, welches alles drei in einem hat. So hat man praktisch Messer, Gabel und Löffel an einem Strang. Dieses Besteck eignet sich sehr gut für lange Wanderungen oder Tagestrips ohne das Auto, da es leicht im Rucksack zu verstauen ist. Ansonsten sollte man auch beim Besteck darauf achten, dass es ein leichtes Metall und kein schweres ist. Um Platz zu sparen kann das Besteck mit einem Gummiband zusammengebunden werden und in Boxen oder Schubladen (je nachdem wie der Van ausgestattet ist) aufbewahrt werden. Dann sollte man einen Pfannenwender und ggf. einen Rührlöffel dabeihaben. Dazu eignen sich Utensilien aus Holz sehr gut, da sie leicht sind und schwer kaputtgehen können.

Nützliche Helfer in der Wohnmobil Küche

Drei weitere wichtige Materialien sind der Dosenöffner, der Flaschenöffner und die Schere. All das gibt es schon in sehr kleinen und praktischen Ausgaben zu kaufen. Und bitte nicht vergessen: Das Feuerzeug! Ist dieses nicht am Start kann das Kochen manchmal schwierig werden, da ein Gasherd meist einen kleinen Anzünder braucht.

Der Abwasch in der Wohnmobil Küche

Nach dem Kochen sollte das dreckige Geschirr natürlich abgewaschen werden. Um möglichst wenig kostbares Wasser zu benutzen kann man ganz einfach seinen Kochtopf nehmen, etwas Wasser mit Spülmittel darin aufheizen und diesen so gesehen als Waschbecken benutzen. Am besten besorgt man sich Schwämme zum abwaschen, da diese leichter zu verstauen und zu säubern sind als Bürsten. Zwei bis drei Geschirrhandtücher dürfen im Bestand auch nicht fehlen. Und sollte es bereits spät am Abend sein und es ist zu dunkel um sich noch um den Abwasch zu kümmern, so kann man das dreckige Geschirr einfach in eine Plastiktüte rollen, einen Knoten hineinmachen (der Tiere Willen) und unter das Auto legen. Natürlich sollte dies dann am nächsten Tag nicht vergessen werden 😉
Übernachtet man allerdings auf einem Campingplatz, so gibt es dort meist eine Küche welche man zum Kochen und Abwaschen nutzen kann.

Eine riesengroße Hilfe um Essen zu lagern sind Zipper Tüten. Hier kann man Pasta, Reis, Gewürze, Gemüsereste und vieles mehr drin aufbewahren, ohne das Geruch hinauskommt. Diese nehmen wesentlich weniger Platz weg als Tupperdosen und man spart sich das ständige abwaschen. Auch Gerichte müssen nicht zwangsläufig in Dosen aufbewahrt werden. Besorgt man sich Zipper Beutel in guter Qualität so kann man sogar fertiges Essen und Suppen in diesen Beuteln aufbewahren und spart sich jede Menge Platz.
Ebenfalls sollte nie vergessen werden, eine Rolle Mülltüten dabei zu haben. Denn es sind nicht überall Mülltonnen vorhanden.
Auch Aluminiumfolie sollte im Van parat liegen. Diese kann sehr nützlich werden um z.B. Gemüsereste oder Sandwiches einzuwickeln. Ist man auf langer Wanderung und hat sein Besteck bzw. Geschirr dabei, sollte auch da Aluminiumfolie mitgenommen werden um das gebrauchte
Geschirr darin einzuwickeln damit der Rucksack nicht dreckig wird.

Da man sich nach dem Essen auch gerne die Hände wäscht, Wasser jedoch gespart werden sollte, eignen sich perfekt feuchte Tücher. Diese sind einfach zu verstauen, leicht und halten eine gefühlte Ewigkeit. Diese kann man in jedem Supermarkt kaufen und als perfekter Stauraum eignet sich das Handschuhfach.

Wer sein Essen gerne genießt und gemütliche Abende verbringen möchte, der sollte auf einen klappbaren Campingtisch und Faltstühle nicht verzichten. Diese sind heutzutage schon so konzipiert, dass sie kaum Platz wegnehmen und gut zu verstauen sind. Denn sollte man an Orte gelangen an denen es keine öffentlichen Sitzgelegenheiten gibt oder man einfach seine Ruhe vor vielen Menschen haben möchte, so kann man einfach sein eigenes kleines „Tischlein deck dich“ aufbauen, wo immer man gerade möchte.

All diese Materialien bekommt man in speziellen Campingläden, oder man kauft es sich einfach gebraucht.

Und ein kleiner Tipp zwischendrin: Nicht vergessen regelmäßig den Füllstand von Gas und Wasser zu kontrollieren. Denn ist man in der Wildnis ohne fließend Wasser oder Gas, könnte es mit dem Kochen ziemlich schwierig werden.

Bevor wir zu den Tipps für Lebensmittel kommen, hier noch eine Alternative zum Gaskocher: Das Lagerfeuer. Bevor man ein Lagerfeuer macht, sollte man natürlich zu 100% sichergehen, dass es in der entsprechenden Gegend auch erlaubt ist. Dazu immer auf die Schilder achten denn ansonsten kann es nicht nur hohe Strafen geben, man kann tatsächlich auch Brände verursachen.

Ist es allerdings erlaubt, so bietet ein Feuer eine wunderbare alternative zum Kochen. Das wichtigste Utensil ist ganz klar das Feuerholz. Dieses kann man sammeln oder einfach fertig kaufen. Meistens liegt aber auch schon Holz auf vorgefertigten Feuerplätzen. Um das Feuer zu starten eignen sich super Korken, Eierverpackungen und alte Zeitung. Grillauflagen gibt es in Baumärkten zu kaufen. Diesen kann man einfach auf Steine oder auch direkt in das Holz im Feuer legen und sein Fleisch darauf brutzeln. Auch in Aluminiumfolie eingewickelte Kartoffeln schmecken sehr gut vom Grill. Als kleiner Pizza Ersatz beim Campen eignet sich Stockbrot. Dies ist sehr einfach herzustellen und ist schnell „gebacken“. Einfach den Teig auf das Ende eines Astes rollen und ca. 10 Minuten über das Feuer halten- fertig 😊

Und nun etwas mehr über die Lebensmittel an sich.

Es sollte darauf geachtet werden, Lebensmittel zu kaufen welche schnell zubereitet werden können und nicht viel Platz wegnehmen, wie z.B. Pasta oder Reis. Diese können ganz einfach in Zipper Beuteln aufbewahrt werden, lassen sich schnell kochen und werden nicht schlecht. Kartoffeln nehmen da mehr Platz weg, brauchen länger zum Kochen und werden schneller schlecht. Doch falls auf Kartoffeln nicht verzichtet werden möchte, sollten diese vor dem Kochen in kleine Stücke geschnitten werden, damit es schneller geht um Gas zu sparen.
Als platzsparende Saucen eignen sich perfekt Tüten, welche nur in Wasser aufgelöst werden müssen und einfach unter den Reis oder Nudeln gemengt werden. Doch wer eine etwas gesündere Alternative mag, der kann ganz einfach das Getreide mit Olivenöl oder Essig mixen. Olivenöl gibt es bereits in schmalen Plastikflaschen, diese sind leicht und nehmen wenig Platz weg. Hat man allerding die richtigen Gewürze (welche man übrigens auch super in kleinen Tütchen anstatt in den entsprechenden Gläschen aufbewahren kann) so ist es ganz einfach, leckere Saucen nur mit Wasser herzustellen. Dazu die gekochten Nudeln, Reis oder Kartoffeln einfach in eine Pfanne (Wok) werfen, etwas Wasser hinein und kräftig, bunt durchwürzen.
Ebenfalls ist Pesto ein kleines Campingwunder im Glas. Denn es hält nicht nur lange, auch wenn kein Kühlschrank vorhanden ist, es kann auch vielfältig eingesetzt werden. So schmeckt es super als Sauce, als Brotaufstrich oder auch als Salatdressing.

Das meiste Gemüse und auch Fleisch sollte bestenfalls täglich frisch gekauft werden, vor allen wenn kein Kühlschrank im Van vorhanden ist. Gemüse welches auch ungekühlt etwas länger hält sind Zwiebeln, Ingwer, Knoblauch oder Karotten. Zwiebeln sind zwar nicht sehr Platzsparend, doch füllen sie jedes Essen auf und lassen sich sehr leicht zubereiten. Karotten und Obst wie Äpfel, Bananen, Birnen oder Orangen eignen sich super als Snacks für zwischendurch und man kann sie an Beutel oder Netzen an den hinteren Fenstern im Auto befestigen, um Platz zu sparen. Auch sehr gut als platzsparender Snack eignen sich Müsliriegel oder Reiswaffeln, welche ebenfalls nicht schnell schlecht werden.

Wer zum Frühstück gerne Müsli isst, jedoch keinen Kühlschrank für die Milch zur Verfügung hat, so bieten einige Supermärkte auflösbares Milchpulver an. Oder man macht sich einfach Haferbrei im Topf- ganz simpel mit Haferflocken, kochendem Wasser und Zimt.

Mit diesen Tipps und Tricks sollte dem kulinarischen Camping Genuss nichts mehr im Wege stehen.

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